Die Herkunft des Namens "Limone" ist noch ungewiss, aber ganz sicher hat der Name nichts mit der Zitrusfrucht zu tun. Viele Gelehrte neigen dazu, den Namen dem lateinischen Wort "Limen" (Grenze) zuzuordnen. Eine Grenze verlief seit dem 10. Jh. zwischen Limone und Riva. Anschließend verlief dort die Grenze der Republik Venedig, des lombardisch-venezianischen Reiches und des Italienischen Königreiches. Die Grenze förderte bis zum Jahre 1918 Schmuggel und Zwiste. Sicher ist allerdings, dass man in Limone seit dem 18. Jh. Zitronen anbaut.

Am Anfang des 18. Jh. wurden die Zitronen fast industriemäßig angebaut. So wurden Gewächshäuser aus Mauerwerk gebaut, um die Pflanzen in den Wintermonaten vor der Kälte zu schützen. Der ganze Golf kleidete sich mit Mauern, Treppen, Portalen und Balken aus Holz, auf denen man von November bis März die Schutzvorrichtungen aus Glas und Brettern befestigte, um die überaus empfindlichen Zitruspflanzen zu schützen. Der Ort ist auch heute noch davon gezeichnet und bietet einen bezaubernden Anblick, der oft in Bildern und Beschreibungen verewigt wurde. Etwa drei Jahrhunderte lang galt Limone als der Ort der Zitronen.

Heute ist Limone vor allem für seine herrliche Natur, sein angenehmes Klima und seine Gastfrendlichkeit bekannt.